Regen, Spritzwasser, aufsteigende Feuchte und Kondensat hinter dichter Verkleidung treffen sich gerne unbemerkt. Mit Endoskop, Hygrometer, Salztest und Wärmebildkamera werden Wege sichtbar. Dachüberstände, intakte Rinnen, spritzwasserfeste Sockel und kapillaraktive Putzsysteme sind anschließend die einfachsten, wirksamsten Verbündeten gegen wiederkehrende Durchfeuchtung und daraus folgende Holzschäden.
Hausbock, Nagekäfer und Hausschwamm verlangen kühlen Kopf und klare Methoden. Nach DIN 68800 steht konstruktiver Holzschutz zuerst. Chemie nur gezielt, wenn nötig, bevorzugt boratbasiert und dokumentiert. Das Heißluftverfahren bekämpft Larven ohne zusätzlicher Feuchte. Lüftung, Wärme und Trockenlegung beenden Pilzbedingungen, bevor behutsamer Ersatz tragender Abschnitte erfolgt.
Tragfähigkeit wird nicht erraten, sondern nachgerechnet. Punktuelle Verstärkungen mit Schraubpressleisten, eingelegten Schwertungen oder keilgezinkten Schäftungen stützen, ohne Erscheinungsbild zu verfälschen. Provisorische Abfangungen sichern Bauzustände. Erst wenn Lastabtrag und Verformungen verstanden sind, werden Bauteile getauscht – möglichst kleinflächig, gut verbunden und vollständig reversibel.
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